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Umweltschutz
macht Schule
·
Umweltschutz und Schule
·
Schadstoffe
in Schulräumen
·
Der neurotoxisch
gestörte Patient

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Auszüge aus
Berichte der Gruppe Broichbachtal, Nr.
21:
Redaktionsteam:
Holger Benend, Oliver Dreßen, Sven
Heinrichs, Annette Hofmann, Natascha Krolczik, Nicole Plum, Norbert Schwankhaus
und Wolfgang Voigt
*****
Macht Schule Umweltschutz?
Schule macht Umweltschutz!
Umweltschutz-Macht: Schule
Umweltschutz macht Schule...
Wie man es dreht und wendet:
eine Notwendigkeit ist es allemal!
(Übrigens: Umweltschutz schult Macht...
... wäre auch nicht schlecht!!!)
© Gruppe
Broichbachtal 1989
*****
Wasser kommt, wie jeder weiß, in drei Aggregatzuständen vor: fest, flüssig,
überschüssig überflüssig.
Es geht in diesem Abschnitt um den Wasser-Verbrauch. Dieser
ist in öffentlichen Gebäuden enorm. Vor allem an den Schulen.
Zu fordern ist die Umrüstung der herkömmlichen Installationen auf
wassersparende Einrichtungen. Toilettenspülanlagen können ohne großen
technischen Aufwand umgerüstet werden (Einbau von Spülwasser-Dosierern:
Absenken der Spülmenge von 14 Liter auf 6 Liter, nach Bedarf nach unten weiter
regelbar!). An den Waschbecken sind Durchflussbegrenzer einzubauen, welche
einen Teil des Wassers durch Luft ersetzen: weniger Wasser verlässt den Hahn,
der Strahl bleibt „füllig“. Die Duschen in den Sportanlagen sollten mit
Sparduschköpfen ausgestattet werden.
Auch die Kostenersparnis sollte für den
Schulträger ein Anreiz sein,
solche Maßnahmen zu treffen !
Wenn es an
bestehenden Schulen oft auch nicht möglich ist, sollte zumindest bei
Neuplanungen an die Trennung von Trink- und Brauchwasser gedacht werden. Das
wenigste Wasser wird hier für die Speisen- und Getränke-Zubereitung
gebraucht...
Wo größere Mengen zur Versorgung von Pflanzen benötigt werden (z.B.
im Schulgarten), sollten Regenwasser-Sammelbecken oder –Behälter
selbstverständlich sein. Auch Flachdachanlagen lassen sich nach außen
entwässern.
Ein Hahn, der tropft, macht
(Beispiel)...
5 Tropfen in 5 Sekunden...
17 Liter an 1 Tag...
1 Duschbad in 3 Tagen...
1 Wannenbad in 20 Tagen...
... und die Kosten?
© Gruppe Broichbachtal 1989/2001
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In der
Schule sind es im wesentlichen drei Bereiche, in denen sich Energie einsparen
lässt:
Zu 1: Bei der Neueinrichtung oder Modernisierung
von Schulen sollten die richtigen Lampen installiert werden. Herkömmliche
Glühlampen sind in der Anschaffung zwar preiswert, sie erweisen sich am Ende
aber als teuerste Lösung. Leuchtstoffröhren besitzen eine höhere Lebensdauer
und brauchen bei vergleichbarer Lichtausbeute weniger Strom. Dies gilt in noch
höherem Maße für die sogenannten Sparlampen als Alternative zu Glühlampen.
Hierbei leuchtet z.B. eine 18 W – Lampe genauso hell wie eine herkömmliche 75 –
W – Birne, d.h. sie braucht nur etwa ein Viertel Energie und besitzt zudem eine
sehr viel längere Einsatzdauer. Berücksichtigt man den höheren Energieverbrauch
bei der Herstellung einer solchen Lampe, so bleibt trotzdem unterm Strich noch
eine Gesamtenergie-Ersparnis von etwa 50 Prozent. Diese Lampen eignen sich
überall dort, wo die Leuchtstoffröhren nicht notwendig sind, z.B. in
Konferenzzimmer, Sekretariat, kleineren Arbeitszimmern, Bibliothek,
Schüleraufenthalt- und Arbeitsräumen (Arbeitsplatzbeleuchtung), Sprechzimmern,
Medien- und Kopierräumen, Vorbereitungsräumen und Umkleideräumen sowie
Toiletten. Im übrigen liegt es an uns, mit Beleuchtung sparsam umzugehen.
Klassenzimmer, in denen vorübergehend kein Unterricht stattfindet, müssen nicht
beleuchtet sein, ebenso wenig die Flure während der Unterrichtszeit. Nimmt man
für einen Klassenraum oder einen langen Flur 16 Leuchtstoffröhren zu 40 W an,
so brauchen diese in einer Stunde 0,64 kWh. Nehmen wir ferner einen Tarif von
0,12 DM/kWh, so kostet dies 8 DPf. Dies scheint auf den ersten Blick wenig zu
sein. Aber eine Schule hat viele Klassen und Flure. Ein Beispiel: Unsere Schule
hat 9 Flure. Brennt während der Wintermonate, also an etwa 60 Tagen dort 2
Stunden lang Licht, werden dafür 810 kWh zum Preis von etwa 85 DM verbraucht!
Zu 2: Weitere
Stromverbraucher in der Schule sind die Projektionsgeräte wie tageslicht-, Dia-
und Film-Projektor sowie Episkop. Hinzu kommen Fernseh-, Video- und
Kopier-Geräte. Die Projektionsgeräte haben durchweg eine Leistung von etwa 500
W, d.h. ein Tageslicht-Projektor kostet beispielsweise pro Stunde 6 DPf.
Manchen Geräte besitzen bereits eine sogenannte Spartaste; diese sind bei der
Anschaffung anderen vorzuziehen. Ferner muss ein Projektor nicht eine volle
Unterrichtsstunde eingeschaltet sein, wenn er effektiv nur 10 Minuten benötigt
wird (die Energieersparnis beträgt dann fast 80 %); aber Vorsicht: Häufiges
Ein- und Ausschalten verkürzt die Lebensdauer der teueren Lampen. Am meisten
lässt sich wohl die Tageslicht-Projektion vermeiden, wenn man die gute alte
Tafel wiederentdeckt...
Zu 3: Schließlich lässt
sich im Schulbereich häufig beim Heizen sparen. Die Modernisierung veralteter
Anlagen kann den Verbrauch deutlich verringern, vor allem, wenn zusätzliche
Isolierungsmaßnahmen getroffen werden. Der Einbau einer neuen Heizung, die
Erneuerung der meisten Fenster und Außenwand-Isolierung senkten in den 80er
Jahren an unserer Schule den Verbrauch von 300.000 m3 auf 250.000 m3,
was 20 % Gasersparnis ausmacht. Weitere Maßnahmen sind Absenkung in
unterrichtsfreien Zeiten, nicht zu hohe Raumtemperaturen und vor allem
richtiges Lüften: kurz und gründlich, ansonsten bleiben die Fenster
geschlossen, ebenso die Flur- und Außentüren.
© Gruppe Broichbachtal 1989/2001
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Problemkreis Kunststoffe (Gegensatz: Naturstoffe)
Bei Schulzubehör beherrschen Plastik- und Synthetik-Materialien den
Markt. Die bunten Artikel verführen zum Kauf:
Plastik-Schultasche, -Mäppchen, -Füllhalter, -Kulis, -Faserstifte,
-Tintenkiller, -Zeichengeräte, usw.
Was nicht zerbrechlich oder schnell beschädigt ist, wird mit der
Zeit unansehnlich: Sonnenlicht lässt die Farben verblassen, das Material wird
brüchig und beschmutzt dann stark. Weich-Synthetik ist besonders empfindlich
gegenüber spitzen Ecken und scharfen Kanten.
Da Reparaturen kaum möglich sind bzw. sich aus Kostengründen nicht
lohnen, landen diese Sachen viel eher auf dem Müll als solche aus
Naturmaterial, ergänzt um die unzähligen Einweggeräte aus Kunststoff.
Auf der Deponie findet eine Umsetzung in Naturstoffe nicht statt,
was den Müllberg nur anwachsen lässt. Bei Verbrennung entstehen hochgiftige
Gase, u. a. Dioxine, Salzsäure und das krebserregende Styrol.
© Gruppe Broichbachtal 1989/2001
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Äußerlich sieht man ihnen ihre gefährliche Ladung nicht an:
Füllhalterpatronen, Markierungsstifte, Tintenkulis und Faserschreiber enthalten
häufig gesundheitsschädliche Lösungs-, Feuchthalte- und Konservierungsmittel
(z.B. das als Karzinogen verdächtigte, giftige Formaldehyd.) Die in Kugelschreiberminen
verwendeten Pasten lassen sich nur in hochsiedenden organischen Lösungsmitteln
(z.B. in Benzylalkohol) in Lösung halten. Die Farbstoffe Methylviolett und
Kristallviolett (enthalten auch in Stempelfarbe, verwendet bei
Vervielfältigungsgeräten) sind bei Farb-Filzstiften wegen der
erbgutschädigenden Wirkung besonders problematisch!
Tintenkiller bleichen oder entfärben getrocknete Farbsubstanzen.
Sie enthalten neben Seifen, Soda und Natriumdithionit vor allem Formaldehyd
(s.o.!).
„Tipp-Ex“ enthält als Lösungsmittel 1,1,1-Trichlorethan, welches
mit Erbschäden und Krebserkrankungen in Zusammenhang gebracht wird, oder andere
chlorierte Kohlenwasserstoffe. (Tipp-Ex auf Wasserbasis hat sich auf dem Markt
wegen seiner langen Abtrocknungszeit nicht durchgesetzt.)
Diese wenigen Beispiele verdeutlichen die gesundheitsgefährdende
Wirkung einiger im Schulalltag verwendeter Substanzen. Darüber hinaus ist eine
völlige Reste-Verwertung oft nicht möglich, da sich mit der Zeit Eintrocknen
einstellt. Die gefährlichen Stoffe gelangen so auf den Müll, wo sie über
erneute Lösungsabläufe und unkontrollierbare Reaktionsprozesse in die Natur
gelangen und u.a. das Grundwasser belasten können.
In der Schule fällt auch Problem Müll an, u. a. : Klebstoff-Reste
aus dem Kunst-/Werk-Unterricht, Lösungsmittel-Reste aus
Kopiergeräten/Umdruckern, Altmedikamente aus den Erste-Hilfe-Schränken, defekte
Leuchtstoffröhren, Halogen-Lampen und Altbatterien. Diese sind getrennt zu
entsorgen !
... und:
’mal nachfragen, ob und wie in der Fachabteilung Chemie entsorgt wird !!!
© Gruppe Broichbachtal 1989/2001
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Wie ?
So !
… am Kopierer
Oder geht: Tafelanschrieb, Tafelskizze,
Diktieren ?
Oder reicht DIN-A-5 ?
Ist Verkleinerung möglich ?
Passt mehr auf ein Blatt?
Kann beidseitig kopiert werden ?
Das bedeutet Halbierung des
Papierverbrauches !
Wird Recycling-Papier verwendet, oder geht das nicht ?
Bei der Neuanschaffung eines Gerätes
daran denken !
Kommen Fehlkopien zum Altpapier ?
Recycling schont Wälder und
Wasser-/Energie-Reserven !
Fotokopien in Klassen-/Kursstärke – nur leihweise ?
Mehrfachverwendung !
Tipp: Liste mit Klassen- und Kursstärken am Kopierer aufhängen, um
Kopieren in „Anzahl auf Verdacht“ zu vermeiden !
... in Informatik
Muss
unbedingt ausgedruckt werden ?
Wird
Recycling-Papier verwendet ?
... bei Mitteilungen an Schüler und
Lehrer
Stecktafeln
ersetzen „tausend Aushänge“ !
(mühsam,
aber umweltfreundlich !)
... im Sekretariat
Verwendung
von Recycling-Papier für Korrespondenz, Tagebuchführung, Aktennotizen,
Karteien, Monita und... und... und... Durchschlagpapier möglichst oft verwenden
– Kopien vermeiden
Wieso sollte
man Zeugnisnoten nicht auf schlichtem Grau dokumentieren ? (Beglaubigte Kopie
wird wieder durch beglaubigte Abschrift ersetzt !)
Klassenarbeitshefte abschaffen (???)
Unbeschriebene
Seiten von KL-Heften dienen bestenfalls als Konzeptpapier,- w e n n
sie herausgelöst werden.
Daher: Für
a l l e Stufen Aktenbögen pro
Arbeit einführen, die später in Schnellheftern (Recycling-Produkt) gesammelt
werden.
Der Lehrer
dankt es: Er schreit nicht mehr
verzweifelt nach Plastik!tüten, um überschüssiges (weil unbeschriebenes) Papier
nach Hause zu transportieren...
© Gruppe Broichbachtal 1989/2001
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Dann fangen wir am besten mit Flächenentsiegelung an !
Schulhöfe z.B. müssen nicht zubetoniert, asphaltiert, geteert,
geplattet oder verbundgepflastert sein. So sind sie außerdem gegen aktive
Pausengestaltung gerichtet. Es ist nicht Aufgabe dieser Broschüre, Lösungswege
aufzuzeigen. Die Planung von schülergerechten Aufenthaltsbereichen ist im
übrigen vor allem Sache der Betroffenen. Diese sollten mit ihrer oft
unerschöpflichen Kreativität einbezogen werden.
Ein Großteil der entsiegelten Bereiche sollte auch der Natur
gehören, versteht sich! Wo auf befestigte Flächen nicht verzichtet werden kann
(Parkplätze, Zuwege, etc.) sollte wenigstens mit Rasengittersteinen gearbeitet
werden.
Die oft unansehnlichen Fassaden der Schulgebäude können ebenso
begrünt werden wie Flachdächer. Größere Freiflächen sind für die Anlage von
Schulgarten oder gar Biotopen geeignet. Schulgarten muss dabei nicht immer
Nutzgarten (mit Obst, Gemüse, Salat und Kräutern) bedeuten. Auch naturnahe
Eingrünung kann, wie an unserer Schule, damit gemeint sein (Ökologische
Verbesserungen auf dem Schulgelände). Im übrigen steht auch die aktive
Freizeitgestaltung im Vordergrund...
Die Natur muss nicht draußen bleiben:
Atrium- und Pausenhallengestaltung „pro Natur“ ist ebenso denkbar
wie das „grüne Klassen- oder Lehrerzimmer“ !
Übrigens:
Exoten (an deutschen Schulen in der Vergangenheit im Übermaß
gepflanzt) sind meist als erste von Umweltschäden betroffen und können nur durch
viel Chemie künstlich am Leben gehalten werden. Nicht weiter hochpäppeln! Durch
einheimische Pflanzen ersetzen !
Bei der Neuplanung von Schulzentren „auf der grünen Wiese“ sollte
die ökologisch ausgerichtete Einbindung in das Landschaftsgefüge ebenso
vorrangiges Planziel sein wie die Bereitstellung großzügiger unbebauter
Freiflächen.
© Gruppe Broichbachtal 1989/2001
Sehr geehrter Herr
Voigt!
Die vom Redaktionsteam
der Gruppe „Broichbachtal“ erarbeitete Broschüre „Umweltschutz macht Schule“
hat in meinem Hause verbreitetes Interesse gefunden. Der Leiter der Behörde und
der Leiter der Schulabteilung haben mich gebeten, dieser Gruppe für das
vorliegende Ergebnis intensiven Bemühens um ein in unserer Zeit so wichtiges
Thema Anerkennung und Dank auszusprechen. Ich kann dieser Broschüre nur
wünschen, dass sie in der Schule von vielen gelesen und beherzigt wird. Wenn
Sie eine Möglichkeit sehen, die Gruppe in ihrem Anliegen zu unterstützen,
lassen Sie es mich bitte wissen.
Für die Schülerinnen
und Schüler, die an der o.a. Schrift mitgearbeitet haben, möchte ich eine
entsprechende, erfolgsausweisende Bemerkung auf deren Zeugnissen (ggf. auch
nachträglich) anregen.
Mit freundlichem Gruß
Im Auftrag
gez. Reichard
Vielen Dank für die
wirklich gelungene Broschüre.
Wir möchten uns für
das darin steckende Engagement bedanken und hoffen, dass diese
Umweltschutz-Informationen weit verbreitet werden. Anbei eine kleine
Aufmerksamkeit
Mit freundlichen
Grüßen
gez. Inga Quandt
*****
Gruppe Broichbachtal
NABU Aachen-Land
e.V. (http://www.nabu-aachen-land.de/)
Die Lebewesen auf unserer Erde
(und damit auch wir) sind durch Entwicklungen bedroht, welche wir Menschen
wesentlich mitverschulden.
Wir
müssen daher lernen,
Die nachfolgenden Tipps sollen
helfen, zum aktiven Umweltschutz im Bereich Schule beizutragen. Der eine oder
andere Tipp kann auch zu Hause berücksichtigt werden.
1. Hefte:
·
Hefte begleiten
uns während der ganzen Schullaufbahn. Durch Verwendung von Heften aus
Recycling-Papier (auf den blauen Umweltengel achten!) schonen wir ganz
erheblich die Umwelt und üben den nötigen Druck auf den Handel aus, diese
Produkte billiger anzubieten.
·
Wo auf
weißes Papier nicht verzichtet werden kann, sollte chlorfrei gebleichtes
verwendet werden.
·
Die
Umschläge sollten nicht bunt bedruckt sein, sondern aus blauem oder grauem
Karton bestehen.
·
Die
Hefte sollten sinnvoll beschrieben werden, das heißt: möglichst vollständig
beschreiben; wenn am Ende des Schuljahres leere Seiten übrig bleiben, diese
herauslösen und als Konzeptpapier verwenden; nicht zu groß schreiben;
die volle Seitenbreite nutzen, wenn nicht anders angeordnet; nicht zu viele
Zeilenabstände zwischen den Abschnitten lassen.
·
Beschriebene
Hefte, die nicht mehr gebraucht werden, zum Altpapier geben.
2. Umschläge
3. Schnellhefter:
4. Schreibgeräte, hier: Füller:
5. Schreibgeräte, hier: Kuli, Faserschreiber:
6. Schreibgeräte, hier: Bleistifte und
Buntstifte:
7. Tintenkiller, Tintenfresser, Tintentod:
·
Umweltkiller wäre der richtige Name!
·
Diese gefährlichen
Geräte gehören nicht in die Hand von Kindern und Jugendlichen; sie enthalten
u.a. das hochgiftige Formaldehyd.
8. Klebstoffe:
9. Taschenrechner:
10. Mäppchen und
Schultasche:
Fotos: NABU
Redaktion: Wolfgang Voigt
Juli 1991
*****
Wunschliste zum Natur- und Umwelt-Schutz
am Gymnasium der Stadt Alsdorf
Diese
Zusammenstellung von Vorschlägen der Gruppe Broichbachtal liegt der
Stadtverwaltung seit Mai 2001 vor. Die sukzessive Umsetzung bringt enorme
Kosteneinsparungen, welche die Investitionen sinnvoll erscheinen lassen.
In der Liste
bedeuten:
-
rot = gewünscht (eigentlich: unbedingtes
Muss!)
-
grün = inzwischen umgesetzt
-
rotgrün = mehr oder weniger umgesetzt
(Stand: Januar 2003)
·
Wärmeenergie
-
Neueinstellung der Thermostatventile
-
Türen reparieren, ergänzen, warten
-
Dämmplatten
zwischen Heizkörper und Außenwand
-
Fensterdichtungen, Türdichtungen
(Türschienen)
-
Dachbegrünungen
-
Kältebrücken (z.B. durch undichte Dächer) beseitigen
-
Undichtes, durchnässtes Mauerwerk sanieren
-
Fassadenbegrünung
-
Sonnenkollektoren
zur Brauchwassererwärmung (Schwimmbad*), Duschen)
*) hat sich erledigt, da das „Lehrschwimmbecken“ 2002 geschlossen worden
ist, weil kein Bedarf besteht; der Schwimmunterricht wird an einer anderen
Schule durchgeführt!?! (= Alsdorfer Logik)
·
Elektrische
Energie
-
Photovoltaikanlagen
-
Flurbeleuchtung
durch Beleuchtungsmesser steuern
-
Beleuchtungsstärke
in Räumen und Fluren überprüfen (DIN)
-
Milchleuchtstoffröhren
sukzessiv ersetzen durch verspiegelte Elemente
-
Lichtschalterbeschriftung
(dank der Projektgruppe „Energiespar-Team“)
-
bei fälliger Reparatur: Einfach- durch
Mehrfachschalter ersetzen
-
Wasserspar-Spülkästen
-
Austausch
defekter Dichtungen
-
Dachentwässerung über Bachsystem
(Biotopqualität) mit anschließender Versickerung (dank der
Gruppe Broichbachtal) **) siehe auch unter „Projekte“ !
-
Mülltrenn-System (vor allem: Aludosen, Papier, Grüner Punkt) (Projektgruppe)
-
Kompostierung organischer Stoffe (bisher nur
Lehrerzimmer)
-
Glasscheiben und Vogelschutz
-
Flächenentsiegelung
im Bereich der Schulhöfe (Errichtung von Ruhe- und Spielbereichen)
Redaktion (Original-Zusammenstellung): Wolfgang Voigt, Mai 1999
Positiv ist anzumerken, dass es inzwischen über die Wunschliste
hinausgehende Ansätze zum Umweltschutz gibt:
Negativ ist, dass beim Austausch umweltproblematischer Leuchtkörper
durch umweltfreundliche offenbar in manchen Räumen eine unnötig hohe
Lichtstärke installiert worden ist.
Stand: 10. September 2005
*****
Schadstoffe in Schulräumen (Auswahl)
In der nachstehenden
Übersicht sind die häufigsten Schadstoffe in Schulräumen aufgeführt. Es sind
jeweils Schadstoff-Bezeichnung, Herkunft/Entstehung und Mögliche Wirkung
erfasst.
Schimmelpilze:
Dauerhafte Feuchtigkeit
Allergie, bronchiale Erkrankungen
PCB (polychlorierte Biphenyle):
Lacke, Dichtungsmassen, Kondensatoren
Schädigung des Immunsystems, Krebs
Lindan:
Holzschutzmittel/Ausgasung
Übelkeit, Kopfschmerz, Schleimhautreizung
PCP (Pentachlorphenol):
Holzschutzmittel/Ausgasung, Spanplatten, Klebstoff, Lack
Übelkeit, Kopfschmerz, Blut- und Nervenerkrankungen
Formaldehyd:
Spanplattenleim, Lacke
Hautausschlag, Schlaflosigkeit, Depression
Phenol:
Spanplattenleim, Farben
Hautreizung, Leber- und Nierenschäden
Asbest:
Asbestose, Krebs
Benzol:
Reinigungsmittel, PVC-Boden
Schleimhautreizung, Krebs
Xylol / Toluol:
PVC-Boden, Parkett
Übelkeit, Hautausschlag, Atemstörung
PCN (polychlorierte Napthaline):
Holzschutzmittel in Spanplatten
Appetitlosigkeit, Benommenheit, Schlafstörungen, Kopfschmerz,
Augenreizung
Gestank:
Verwesung von Ratten
Geruchsbelästigung
Quelle: nds 4/97
Weitere Informationen
zu Gift- und Schadstoffen gibt es hier.
*****
Hier findet man
Sachinformationen zu einem Schadstoff, der im Januar 2001 in einem
Biologie-Fachraum unserer Schule festgestellt worden ist, wahrscheinlich aber
bereits seit September 2000 aus neu eingebauten Rollos ausgegast ist. Dies hat
dazu geführt, dass der betreffende Raum für den Unterricht gesperrt worden ist.
Dass der Raum bis zum 15. Februar 2002 trotz gesunkener Acrylaldehyd-Werte
nicht genutzt worden ist, hat an einer nach wie vor unerträglichen
Geruchsbelästigung gelegen, die vor allem bei Schülern zu gesundheitlichen
Beschwerden geführt hat. Nach Beendigung des laufenden
Beweissicherungs-Verfahrens ist an dieser Stelle eine Dokumentation geplant.
Acrylaldehyd (Synonyme: Acrolein, 2-Propenal, H2C=CH-CHO)
wird als “sehr giftig” eingestuft (T+, zum Vergleich: Formaldehyd ist “nur”
giftig = T). Der leichtentzündliche Stoff (F) ist zudem „sehr giftig beim
Einatmen“ (R 26).
Acrylaldehyd gehört zu den Stoffen, „bei denen mit begründetem
Verdacht ein krebserzeugendes Potential zu vermuten ist, und die dringend einer
weiteren Abklärung bedürfen“ (1998). (In der aktuellen Liste ist es als „krebserzeugend Klasse 3B“ aufgeführt.)
Außerdem wird vermerkt: „Vorliegende Daten lassen einen Trend zur
Fruchtschädigung erkennen.“ (1998)
Da Acrylaldehyd als krebserregend im obigen Sinne gilt, gibt es
dafür keinen MAK-Wert mehr (MAK = maximale Arbeitsplatz-Konzentration).
Acrylaldehyd darf nicht in der Luft sein! (Früher galt: MAK 0,1 ppm oder 0,25
mg/m3.)
Die Substanz ist „stark wassergefährdend“ (Stufe 3).
Anmerkung vom
30. April 2003: Die oben angekündigte Dokumentation
konnte bislang noch nicht erstellt werden, da das Beweissicherungs-Verfahren
anscheinend immer noch läuft. Jedenfalls sind noch keine Ergebnisse bekannt
geworden. Fast schon überflüssig zu erwähnen, dass natürlich für die am 15.
Februar 2002 ausgebauten Rollos noch kein Ersatz installiert worden ist, so
dass der Biologie-Fachraum ohne jegliche Verdunklungsmöglichkeit ist. Offenbar
ist sogar ein Provisorium in Form von Vorhängen zu teuer...
Anmerkung vom
10. September 2005: Es liegen noch keine neuen
Erkenntnisse vor!
*****
Viele Beschwerden,
die heutzutage bei und nach der Arbeit in öffentlichen Gebäuden auftreten,
gehören zu einem Syndrom, das als „neurotoxische Störung“ umschrieben wird. Oft
werden die Symptome mit anderen Ursachen in Zusammenhang gebracht, die Auslösung
durch Umweltgifte wird meist nicht in Erwägung gezogen. Das liegt hauptsächlich
daran, dass viel zu wenig über diese Zusammenhänge bekannt gemacht ist. Um
diesem Defizit abzuhelfen, ist nachfolgend eine Symptomliste wiedergegeben (Quelle:
KURT LOHMANN/JENS-MARTIN TRÄDER, Hrsg., Umweltfibel – Ein kleines Handbuch für
die Praxis)
Symptomliste
Als häufig zu beobachtende Symptome treten auf:
·
Vermehrtes Müdigkeitsgefühl – raschere
Ermüdbarkeit
·
Antriebsarmut – Gefühl allgemeiner
Schwäche
·
Verminderte Konzentrationsfähigkeit –
Gedächtnisprobleme
·
Erschwerte Auffassung und fehlender
Überblick bei komplexen Aufgaben
·
Kopfschmerzen
·
Diffuse Schmerzen in Knochen,
Weichteilen und Gelenken
·
Magen-Darm-Beschwerden
·
Allgemeine motorische Ungeschicklichkeit
·
Infekthäufung – Nebenhöhlenaffektionen
·
Vermehrte Schleimproduktion – vermehrter
Speichelfluss
·
Augenbrennen
·
Allgemeine Ruhelosigkeit – innere Unruhe
– Reizbarkeit
·
Leistungsknick im Beruf und bei Hobbies
Wegen ihrer relativen Häufigkeit bei umweltbedingten Erkrankungen
sollten noch folgende Symptome beachtet werden:
·
Kalte Hände – kalte Füße
·
Bläuliche, blässliche oder rötliche
Verfärbung der Hände oder Füße
·
Schwellungen im Bereich der Augenlider
und des Gesichtes
·
Spannungsgefühl im Bereich der Arme
und/oder der Beine
·
Zittern der Hände
·
Kribbelparaesthesien – Brennen im
Bereich der Extremitäten
·
Hautjucken – vermehrtes Auftreten von
Akne
·
Vermehrtes Schwitzen
·
Verwechseln von Worten – Silben usw.
·
Interessenverlust – soziale
Rückzugstendenz
·
Schlafstörungen
·
Depressive Verstimmung
·
Ängste
·
Alkoholintoleranz
Besserung der Symptome im Urlaub, Verschlimmerung der Symptome nach Rückkehr in das häusliche Umfeld oder an den Arbeitsplatz
gefragt werden.