Inhaltsverzeichnis

 

 

 

 

·        Umweltschutz macht Schule

·        Umweltschutz und Schule

·        Wunschliste

·        Schadstoffe in Schulräumen

·        Acrylaldehyd

·        Der neurotoxisch gestörte Patient

 

 

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Auszüge aus

 

Berichte der Gruppe Broichbachtal, Nr. 21:

 

Redaktionsteam:

Holger Benend, Oliver Dreßen, Sven Heinrichs, Annette Hofmann, Natascha Krolczik, Nicole Plum, Norbert Schwankhaus und Wolfgang Voigt

 

Umweltschutz macht Schule

 

Alsdorf 1989

 

Internetversion: 2001

 

Inhalt:

 

 

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Slogan: Umweltschutz macht Schule

 

Macht Schule Umweltschutz?

Schule macht Umweltschutz!

Umweltschutz-Macht: Schule

Umweltschutz macht Schule...

 

Wie man es dreht und wendet:

eine Notwendigkeit ist es allemal!

 

(Übrigens: Umweltschutz schult Macht...

... wäre auch nicht schlecht!!!)

 

© Gruppe Broichbachtal 1989

 

 

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Apropos Ha-Zwo-O

 

Wasser kommt, wie jeder weiß, in drei Aggregatzuständen vor: fest, flüssig, überschüssig überflüssig.

 

Es geht in diesem Abschnitt um den Wasser-Verbrauch. Dieser ist in öffentlichen Gebäuden enorm. Vor allem an den Schulen.

 

Zu fordern ist die Umrüstung der herkömmlichen Installationen auf wassersparende Einrichtungen. Toilettenspülanlagen können ohne großen technischen Aufwand umgerüstet werden (Einbau von Spülwasser-Dosierern: Absenken der Spülmenge von 14 Liter auf 6 Liter, nach Bedarf nach unten weiter regelbar!). An den Waschbecken sind Durchflussbegrenzer einzubauen, welche einen Teil des Wassers durch Luft ersetzen: weniger Wasser verlässt den Hahn, der Strahl bleibt „füllig“. Die Duschen in den Sportanlagen sollten mit Sparduschköpfen ausgestattet werden.

 

Auch die Kostenersparnis sollte für den Schulträger ein Anreiz sein,

solche Maßnahmen zu treffen !

 

Wenn es an bestehenden Schulen oft auch nicht möglich ist, sollte zumindest bei Neuplanungen an die Trennung von Trink- und Brauchwasser gedacht werden. Das wenigste Wasser wird hier für die Speisen- und Getränke-Zubereitung gebraucht...

 

Wo größere Mengen zur Versorgung von Pflanzen benötigt werden (z.B. im Schulgarten), sollten Regenwasser-Sammelbecken oder –Behälter selbstverständlich sein. Auch Flachdachanlagen lassen sich nach außen entwässern.

 

Ein Hahn, der tropft, macht (Beispiel)...

5 Tropfen in 5 Sekunden...

17 Liter an 1 Tag...

1 Duschbad in 3 Tagen...

1 Wannenbad in 20 Tagen...

... und die Kosten?

 

© Gruppe Broichbachtal 1989/2001

 

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Problemkreis Energie

 

In der Schule sind es im wesentlichen drei Bereiche, in denen sich Energie einsparen lässt:

 

  1. Beleuchtung
  2. Einsatz von Projektionsgeräten
  3. Heizung

 

Zu 1:   Bei der Neueinrichtung oder Modernisierung von Schulen sollten die richtigen Lampen installiert werden. Herkömmliche Glühlampen sind in der Anschaffung zwar preiswert, sie erweisen sich am Ende aber als teuerste Lösung. Leuchtstoffröhren besitzen eine höhere Lebensdauer und brauchen bei vergleichbarer Lichtausbeute weniger Strom. Dies gilt in noch höherem Maße für die sogenannten Sparlampen als Alternative zu Glühlampen. Hierbei leuchtet z.B. eine 18 W – Lampe genauso hell wie eine herkömmliche 75 – W – Birne, d.h. sie braucht nur etwa ein Viertel Energie und besitzt zudem eine sehr viel längere Einsatzdauer. Berücksichtigt man den höheren Energieverbrauch bei der Herstellung einer solchen Lampe, so bleibt trotzdem unterm Strich noch eine Gesamtenergie-Ersparnis von etwa 50 Prozent. Diese Lampen eignen sich überall dort, wo die Leuchtstoffröhren nicht notwendig sind, z.B. in Konferenzzimmer, Sekretariat, kleineren Arbeitszimmern, Bibliothek, Schüleraufenthalt- und Arbeitsräumen (Arbeitsplatzbeleuchtung), Sprechzimmern, Medien- und Kopierräumen, Vorbereitungsräumen und Umkleideräumen sowie Toiletten. Im übrigen liegt es an uns, mit Beleuchtung sparsam umzugehen. Klassenzimmer, in denen vorübergehend kein Unterricht stattfindet, müssen nicht beleuchtet sein, ebenso wenig die Flure während der Unterrichtszeit. Nimmt man für einen Klassenraum oder einen langen Flur 16 Leuchtstoffröhren zu 40 W an, so brauchen diese in einer Stunde 0,64 kWh. Nehmen wir ferner einen Tarif von 0,12 DM/kWh, so kostet dies 8 DPf. Dies scheint auf den ersten Blick wenig zu sein. Aber eine Schule hat viele Klassen und Flure. Ein Beispiel: Unsere Schule hat 9 Flure. Brennt während der Wintermonate, also an etwa 60 Tagen dort 2 Stunden lang Licht, werden dafür 810 kWh zum Preis von etwa 85 DM verbraucht!

 

Zu 2:   Weitere Stromverbraucher in der Schule sind die Projektionsgeräte wie tageslicht-, Dia- und Film-Projektor sowie Episkop. Hinzu kommen Fernseh-, Video- und Kopier-Geräte. Die Projektionsgeräte haben durchweg eine Leistung von etwa 500 W, d.h. ein Tageslicht-Projektor kostet beispielsweise pro Stunde 6 DPf. Manchen Geräte besitzen bereits eine sogenannte Spartaste; diese sind bei der Anschaffung anderen vorzuziehen. Ferner muss ein Projektor nicht eine volle Unterrichtsstunde eingeschaltet sein, wenn er effektiv nur 10 Minuten benötigt wird (die Energieersparnis beträgt dann fast 80 %); aber Vorsicht: Häufiges Ein- und Ausschalten verkürzt die Lebensdauer der teueren Lampen. Am meisten lässt sich wohl die Tageslicht-Projektion vermeiden, wenn man die gute alte Tafel wiederentdeckt...

 

Zu 3:   Schließlich lässt sich im Schulbereich häufig beim Heizen sparen. Die Modernisierung veralteter Anlagen kann den Verbrauch deutlich verringern, vor allem, wenn zusätzliche Isolierungsmaßnahmen getroffen werden. Der Einbau einer neuen Heizung, die Erneuerung der meisten Fenster und Außenwand-Isolierung senkten in den 80er Jahren an unserer Schule den Verbrauch von 300.000 m3 auf 250.000 m3, was 20 % Gasersparnis ausmacht. Weitere Maßnahmen sind Absenkung in unterrichtsfreien Zeiten, nicht zu hohe Raumtemperaturen und vor allem richtiges Lüften: kurz und gründlich, ansonsten bleiben die Fenster geschlossen, ebenso die Flur- und Außentüren.

 

© Gruppe Broichbachtal 1989/2001

 

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Problemkreis Kunststoffe (Gegensatz: Naturstoffe)

 

Bei Schulzubehör beherrschen Plastik- und Synthetik-Materialien den Markt. Die bunten Artikel verführen zum Kauf:

Plastik-Schultasche, -Mäppchen, -Füllhalter, -Kulis, -Faserstifte, -Tintenkiller, -Zeichengeräte, usw.

 

Was nicht zerbrechlich oder schnell beschädigt ist, wird mit der Zeit unansehnlich: Sonnenlicht lässt die Farben verblassen, das Material wird brüchig und beschmutzt dann stark. Weich-Synthetik ist besonders empfindlich gegenüber spitzen Ecken und scharfen Kanten.

 

Da Reparaturen kaum möglich sind bzw. sich aus Kostengründen nicht lohnen, landen diese Sachen viel eher auf dem Müll als solche aus Naturmaterial, ergänzt um die unzähligen Einweggeräte aus Kunststoff.

 

Auf der Deponie findet eine Umsetzung in Naturstoffe nicht statt, was den Müllberg nur anwachsen lässt. Bei Verbrennung entstehen hochgiftige Gase, u. a. Dioxine, Salzsäure und das krebserregende Styrol.

 

© Gruppe Broichbachtal 1989/2001

 

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Problemkreis Chemikalien

 

Äußerlich sieht man ihnen ihre gefährliche Ladung nicht an: Füllhalterpatronen, Markierungsstifte, Tintenkulis und Faserschreiber enthalten häufig gesundheitsschädliche Lösungs-, Feuchthalte- und Konservierungsmittel (z.B. das als Karzinogen verdächtigte, giftige Formaldehyd.) Die in Kugelschreiberminen verwendeten Pasten lassen sich nur in hochsiedenden organischen Lösungsmitteln (z.B. in Benzylalkohol) in Lösung halten. Die Farbstoffe Methylviolett und Kristallviolett (enthalten auch in Stempelfarbe, verwendet bei Vervielfältigungsgeräten) sind bei Farb-Filzstiften wegen der erbgutschädigenden Wirkung besonders problematisch!

Tintenkiller bleichen oder entfärben getrocknete Farbsubstanzen. Sie enthalten neben Seifen, Soda und Natriumdithionit vor allem Formaldehyd (s.o.!).

„Tipp-Ex“ enthält als Lösungsmittel 1,1,1-Trichlorethan, welches mit Erbschäden und Krebserkrankungen in Zusammenhang gebracht wird, oder andere chlorierte Kohlenwasserstoffe. (Tipp-Ex auf Wasserbasis hat sich auf dem Markt wegen seiner langen Abtrocknungszeit nicht durchgesetzt.)

Diese wenigen Beispiele verdeutlichen die gesundheitsgefährdende Wirkung einiger im Schulalltag verwendeter Substanzen. Darüber hinaus ist eine völlige Reste-Verwertung oft nicht möglich, da sich mit der Zeit Eintrocknen einstellt. Die gefährlichen Stoffe gelangen so auf den Müll, wo sie über erneute Lösungsabläufe und unkontrollierbare Reaktionsprozesse in die Natur gelangen und u.a. das Grundwasser belasten können.

 

In der Schule fällt auch Problem Müll an, u. a. : Klebstoff-Reste aus dem Kunst-/Werk-Unterricht, Lösungsmittel-Reste aus Kopiergeräten/Umdruckern, Altmedikamente aus den Erste-Hilfe-Schränken, defekte Leuchtstoffröhren, Halogen-Lampen und Altbatterien. Diese sind getrennt zu entsorgen !

 

... und: ’mal nachfragen, ob und wie in der Fachabteilung Chemie entsorgt wird !!!

 

© Gruppe Broichbachtal 1989/2001

 

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S t o p p t   d i e   P a p i e r f l u t   !

 

Wie ?

So !

 

… am Kopierer

 

Sind die Kopien überhaupt nötig ?

Oder geht: Tafelanschrieb, Tafelskizze, Diktieren ?

 

Muss es DIN-A-4 Format sein ?

Oder reicht DIN-A-5 ?

 

Ist Verkleinerung möglich ?

Passt mehr auf ein Blatt?

 

Kann beidseitig kopiert werden ?

Das bedeutet Halbierung des Papierverbrauches !

 

Wird Recycling-Papier verwendet, oder geht das nicht ?

Bei der Neuanschaffung eines Gerätes daran denken !

 

Kommen Fehlkopien zum Altpapier ?

Recycling schont Wälder und Wasser-/Energie-Reserven !

 

Fotokopien in Klassen-/Kursstärke – nur leihweise ?

Mehrfachverwendung !

 

Tipp: Liste mit Klassen- und Kursstärken am Kopierer aufhängen, um Kopieren in „Anzahl auf Verdacht“ zu vermeiden !

 

... in Informatik

 

Muss unbedingt ausgedruckt werden ?

Wird Recycling-Papier verwendet ?

 

... bei Mitteilungen an Schüler und Lehrer

 

Stecktafeln ersetzen „tausend Aushänge“ !

(mühsam, aber umweltfreundlich !)

 

... im Sekretariat

 

Verwendung von Recycling-Papier für Korrespondenz, Tagebuchführung, Aktennotizen, Karteien, Monita und... und... und... Durchschlagpapier möglichst oft verwenden – Kopien vermeiden

 

Apropos „Giftblätter“

 

Wieso sollte man Zeugnisnoten nicht auf schlichtem Grau dokumentieren ? (Beglaubigte Kopie wird wieder durch beglaubigte Abschrift ersetzt !)

 

Klassenarbeitshefte abschaffen (???)

 

Unbeschriebene Seiten von KL-Heften dienen bestenfalls als Konzeptpapier,-   w e n n   sie herausgelöst werden.

Daher:    Für   a l l e   Stufen Aktenbögen pro Arbeit einführen, die später in Schnellheftern (Recycling-Produkt) gesammelt werden.

Der Lehrer dankt es:   Er schreit nicht mehr verzweifelt nach Plastik!tüten, um überschüssiges (weil unbeschriebenes) Papier nach Hause zu transportieren...

 

© Gruppe Broichbachtal 1989/2001

 

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Naturnahe Gestaltung des Schulgeländes

 

Zu wenig Platz für die Natur ?

Dann fangen wir am besten mit Flächenentsiegelung an !

Schulhöfe z.B. müssen nicht zubetoniert, asphaltiert, geteert, geplattet oder verbundgepflastert sein. So sind sie außerdem gegen aktive Pausengestaltung gerichtet. Es ist nicht Aufgabe dieser Broschüre, Lösungswege aufzuzeigen. Die Planung von schülergerechten Aufenthaltsbereichen ist im übrigen vor allem Sache der Betroffenen. Diese sollten mit ihrer oft unerschöpflichen Kreativität einbezogen werden.

Ein Großteil der entsiegelten Bereiche sollte auch der Natur gehören, versteht sich! Wo auf befestigte Flächen nicht verzichtet werden kann (Parkplätze, Zuwege, etc.) sollte wenigstens mit Rasengittersteinen gearbeitet werden.

 

Die oft unansehnlichen Fassaden der Schulgebäude können ebenso begrünt werden wie Flachdächer. Größere Freiflächen sind für die Anlage von Schulgarten oder gar Biotopen geeignet. Schulgarten muss dabei nicht immer Nutzgarten (mit Obst, Gemüse, Salat und Kräutern) bedeuten. Auch naturnahe Eingrünung kann, wie an unserer Schule, damit gemeint sein (Ökologische Verbesserungen auf dem Schulgelände). Im übrigen steht auch die aktive Freizeitgestaltung im Vordergrund...

 

Die Natur muss nicht draußen bleiben:

Atrium- und Pausenhallengestaltung „pro Natur“ ist ebenso denkbar wie das „grüne Klassen- oder Lehrerzimmer“ !

 

Übrigens:

Exoten (an deutschen Schulen in der Vergangenheit im Übermaß gepflanzt) sind meist als erste von Umweltschäden betroffen und können nur durch viel Chemie künstlich am Leben gehalten werden. Nicht weiter hochpäppeln! Durch einheimische Pflanzen ersetzen !

 

Bei der Neuplanung von Schulzentren „auf der grünen Wiese“ sollte die ökologisch ausgerichtete Einbindung in das Landschaftsgefüge ebenso vorrangiges Planziel sein wie die Bereitstellung großzügiger unbebauter Freiflächen.

 

© Gruppe Broichbachtal 1989/2001

 

 

Reaktionen auf die Erstveröffentlichung

 

 

Sehr geehrter Herr Voigt!

Die vom Redaktionsteam der Gruppe „Broichbachtal“ erarbeitete Broschüre „Umweltschutz macht Schule“ hat in meinem Hause verbreitetes Interesse gefunden. Der Leiter der Behörde und der Leiter der Schulabteilung haben mich gebeten, dieser Gruppe für das vorliegende Ergebnis intensiven Bemühens um ein in unserer Zeit so wichtiges Thema Anerkennung und Dank auszusprechen. Ich kann dieser Broschüre nur wünschen, dass sie in der Schule von vielen gelesen und beherzigt wird. Wenn Sie eine Möglichkeit sehen, die Gruppe in ihrem Anliegen zu unterstützen, lassen Sie es mich bitte wissen.

Für die Schülerinnen und Schüler, die an der o.a. Schrift mitgearbeitet haben, möchte ich eine entsprechende, erfolgsausweisende Bemerkung auf deren Zeugnissen (ggf. auch nachträglich) anregen.

Mit freundlichem Gruß

Im Auftrag

gez. Reichard

 

 

 

Vielen Dank für die wirklich gelungene Broschüre.

Wir möchten uns für das darin steckende Engagement bedanken und hoffen, dass diese Umweltschutz-Informationen weit verbreitet werden. Anbei eine kleine Aufmerksamkeit

Mit freundlichen Grüßen

gez. Inga Quandt

 

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Gruppe Broichbachtal

 

  NABU Aachen-Land e.V. (http://www.nabu-aachen-land.de/)

 

 

 

Umweltschutz und Schule

 

Internetversion

 

 

Die Lebewesen auf unserer Erde (und damit auch wir) sind durch Entwicklungen bedroht, welche wir Menschen wesentlich mitverschulden.

 

Wir müssen daher lernen,

 

 

Die nachfolgenden Tipps sollen helfen, zum aktiven Umweltschutz im Bereich Schule beizutragen. Der eine oder andere Tipp kann auch zu Hause berücksichtigt werden.

 

 

Schulbedarf

 

 1.   Hefte:

 

·        Hefte begleiten uns während der ganzen Schullaufbahn. Durch Verwendung von Heften aus Recycling-Papier (auf den blauen Umweltengel achten!) schonen wir ganz erheblich die Umwelt und üben den nötigen Druck auf den Handel aus, diese Produkte billiger anzubieten.

·        Wo auf weißes Papier nicht verzichtet werden kann, sollte chlorfrei gebleichtes verwendet werden.

·        Die Umschläge sollten nicht bunt bedruckt sein, sondern aus blauem oder grauem Karton bestehen.

·        Die Hefte sollten sinnvoll beschrieben werden, das heißt: möglichst vollständig beschreiben; wenn am Ende des Schuljahres leere Seiten übrig bleiben, diese herauslösen und als Konzeptpapier verwenden; nicht zu groß schreiben; die volle Seitenbreite nutzen, wenn nicht anders angeordnet; nicht zu viele Zeilenabstände zwischen den Abschnitten lassen.

·        Beschriebene Hefte, die nicht mehr gebraucht werden, zum Altpapier geben.

 

 

   2.   Umschläge

 

 

 

   3.   Schnellhefter:

 

 

 

   4.   Schreibgeräte, hier: Füller:

 

 

 

   5.   Schreibgeräte, hier: Kuli, Faserschreiber:

 

 

 

   6.   Schreibgeräte, hier: Bleistifte und Buntstifte:

 

 

 

   7.    Tintenkiller, Tintenfresser, Tintentod:

 

·         Umweltkiller wäre der richtige Name!

·        Diese gefährlichen Geräte gehören nicht in die Hand von Kindern und Jugendlichen; sie enthalten u.a. das hochgiftige Formaldehyd.

 

 

   8.   Klebstoffe:

 

 

 

   9.   Taschenrechner:

 

 

 

10.    Mäppchen und Schultasche:

 

 

 

Schulweg

 

 

 

 

 

 

                                                     Fotos: NABU

 

 

Kleidung

 

 

 

 

Pausenbrot

 

 

 

 

Redaktion: Wolfgang Voigt

Juli 1991

 

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Wunschliste zum Natur- und Umwelt-Schutz

am Gymnasium der Stadt Alsdorf

 

Diese Zusammenstellung von Vorschlägen der Gruppe Broichbachtal liegt der Stadtverwaltung seit Mai 2001 vor. Die sukzessive Umsetzung bringt enorme Kosteneinsparungen, welche die Investitionen sinnvoll erscheinen lassen.

 

In der Liste bedeuten:

-          rot = gewünscht (eigentlich: unbedingtes Muss!)

-          grün = inzwischen umgesetzt

-          rotgrün = mehr oder weniger umgesetzt

 

(Stand: Januar 2003)

 

·        Wärmeenergie

 

-         Neueinstellung der Thermostatventile

-         Türen reparieren, ergänzen, warten

-         Dämmplatten zwischen Heizkörper und Außenwand

-         Fensterdichtungen, Türdichtungen (Türschienen)

-         Dachbegrünungen

-         ltebrücken (z.B. durch undichte cher) beseitigen

-         Undichtes, durchnässtes Mauerwerk sanieren

-         Fassadenbegrünung

-         Sonnenkollektoren zur Brauchwassererwärmung (Schwimmbad*), Duschen)

 

*) hat sich erledigt, da das „Lehrschwimmbecken“ 2002 geschlossen worden ist, weil kein Bedarf besteht; der Schwimmunterricht wird an einer anderen Schule durchgeführt!?! (= Alsdorfer Logik)

 

·        Elektrische Energie

 

-         Photovoltaikanlagen

-         Flurbeleuchtung durch Beleuchtungsmesser steuern

-         Beleuchtungsstärke in Räumen und Fluren überprüfen (DIN)

-         Milchleuchtstoffröhren sukzessiv ersetzen durch verspiegelte Elemente

-          Lichtschalterbeschriftung (dank der Projektgruppe „Energiespar-Team“)

-         bei fälliger Reparatur: Einfach- durch Mehrfachschalter ersetzen

 

 

 

-         Wasserspar-Spülkästen

-         Austausch defekter Dichtungen

-          Dachentwässerung über Bachsystem (Biotopqualität) mit anschließender Versickerung (dank der Gruppe Broichbachtal) **) siehe auch unter „Projekte“ !

 

 

 

-         Mülltrenn-System (vor allem: Aludosen, Papier, Grüner Punkt) (Projektgruppe)

-         Kompostierung organischer Stoffe (bisher nur Lehrerzimmer)

-         Glasscheiben und Vogelschutz

-         Flächenentsiegelung im Bereich der Schulhöfe (Errichtung von Ruhe- und Spielbereichen)

 

Redaktion (Original-Zusammenstellung): Wolfgang Voigt, Mai 1999

 

Positiv ist anzumerken, dass es inzwischen über die Wunschliste hinausgehende Ansätze zum Umweltschutz gibt:

 

Negativ ist, dass beim Austausch umweltproblematischer Leuchtkörper durch umweltfreundliche offenbar in manchen Räumen eine unnötig hohe Lichtstärke installiert worden ist.

 

Stand: 10. September 2005

 

 

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Schadstoffe in Schulräumen (Auswahl)

 

In der nachstehenden Übersicht sind die häufigsten Schadstoffe in Schulräumen aufgeführt. Es sind jeweils Schadstoff-Bezeichnung, Herkunft/Entstehung und Mögliche Wirkung erfasst.

 

Schimmelpilze:

Dauerhafte Feuchtigkeit

Allergie, bronchiale Erkrankungen

 

PCB (polychlorierte Biphenyle):

Lacke, Dichtungsmassen, Kondensatoren

Schädigung des Immunsystems, Krebs

 

Lindan:

Holzschutzmittel/Ausgasung

Übelkeit, Kopfschmerz, Schleimhautreizung

 

PCP (Pentachlorphenol):

Holzschutzmittel/Ausgasung, Spanplatten, Klebstoff, Lack

Übelkeit, Kopfschmerz, Blut- und Nervenerkrankungen

 

Formaldehyd:

Spanplattenleim, Lacke

Hautausschlag, Schlaflosigkeit, Depression

 

Phenol:

Spanplattenleim, Farben

Hautreizung, Leber- und Nierenschäden

 

Asbest:

Fasern aus Verkleidungen

Asbestose, Krebs

 

Benzol:

Reinigungsmittel, PVC-Boden

Schleimhautreizung, Krebs

 

Xylol / Toluol:

PVC-Boden, Parkett

Übelkeit, Hautausschlag, Atemstörung

 

PCN (polychlorierte Napthaline):

Holzschutzmittel in Spanplatten

Appetitlosigkeit, Benommenheit, Schlafstörungen, Kopfschmerz, Augenreizung

 

Gestank:

Verwesung von Ratten

Geruchsbelästigung

 

Quelle: nds 4/97

Weitere Informationen zu Gift- und Schadstoffen gibt es hier.

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Acrylaldehyd

 

Hier findet man Sachinformationen zu einem Schadstoff, der im Januar 2001 in einem Biologie-Fachraum unserer Schule festgestellt worden ist, wahrscheinlich aber bereits seit September 2000 aus neu eingebauten Rollos ausgegast ist. Dies hat dazu geführt, dass der betreffende Raum für den Unterricht gesperrt worden ist. Dass der Raum bis zum 15. Februar 2002 trotz gesunkener Acrylaldehyd-Werte nicht genutzt worden ist, hat an einer nach wie vor unerträglichen Geruchsbelästigung gelegen, die vor allem bei Schülern zu gesundheitlichen Beschwerden geführt hat. Nach Beendigung des laufenden Beweissicherungs-Verfahrens ist an dieser Stelle eine Dokumentation geplant.

 

Acrylaldehyd (Synonyme: Acrolein, 2-Propenal, H2C=CH-CHO) wird als “sehr giftig” eingestuft (T+, zum Vergleich: Formaldehyd ist “nur” giftig = T). Der leichtentzündliche Stoff (F) ist zudem „sehr giftig beim Einatmen“ (R 26).

Acrylaldehyd gehört zu den Stoffen, „bei denen mit begründetem Verdacht ein krebserzeugendes Potential zu vermuten ist, und die dringend einer weiteren Abklärung bedürfen“ (1998). (In der aktuellen Liste ist es  als „krebserzeugend Klasse 3B“ aufgeführt.) Außerdem wird vermerkt: „Vorliegende Daten lassen einen Trend zur Fruchtschädigung erkennen.“ (1998)

Da Acrylaldehyd als krebserregend im obigen Sinne gilt, gibt es dafür keinen MAK-Wert mehr (MAK = maximale Arbeitsplatz-Konzentration). Acrylaldehyd darf nicht in der Luft sein! (Früher galt: MAK 0,1 ppm oder 0,25 mg/m3.)

Die Substanz ist „stark wassergefährdend“ (Stufe 3).

 

Anmerkung vom 30. April 2003: Die oben angekündigte Dokumentation konnte bislang noch nicht erstellt werden, da das Beweissicherungs-Verfahren anscheinend immer noch läuft. Jedenfalls sind noch keine Ergebnisse bekannt geworden. Fast schon überflüssig zu erwähnen, dass natürlich für die am 15. Februar 2002 ausgebauten Rollos noch kein Ersatz installiert worden ist, so dass der Biologie-Fachraum ohne jegliche Verdunklungsmöglichkeit ist. Offenbar ist sogar ein Provisorium in Form von Vorhängen zu teuer...

 

Anmerkung vom 10. September 2005: Es liegen noch keine neuen Erkenntnisse vor!

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Der neurotoxisch gestörte Patient

 

Viele Beschwerden, die heutzutage bei und nach der Arbeit in öffentlichen Gebäuden auftreten, gehören zu einem Syndrom, das als „neurotoxische Störung“ umschrieben wird. Oft werden die Symptome mit anderen Ursachen in Zusammenhang gebracht, die Auslösung durch Umweltgifte wird meist nicht in Erwägung gezogen. Das liegt hauptsächlich daran, dass viel zu wenig über diese Zusammenhänge bekannt gemacht ist. Um diesem Defizit abzuhelfen, ist nachfolgend eine Symptomliste wiedergegeben (Quelle: KURT LOHMANN/JENS-MARTIN TRÄDER, Hrsg., Umweltfibel – Ein kleines Handbuch für die Praxis)

 

Symptomliste

 

Als häufig zu beobachtende Symptome treten auf:

 

·        Vermehrtes Müdigkeitsgefühl – raschere Ermüdbarkeit

·        Antriebsarmut – Gefühl allgemeiner Schwäche

·        Verminderte Konzentrationsfähigkeit – Gedächtnisprobleme

·        Erschwerte Auffassung und fehlender Überblick bei komplexen Aufgaben

·        Kopfschmerzen

·        Diffuse Schmerzen in Knochen, Weichteilen und Gelenken

·        Magen-Darm-Beschwerden

·        Allgemeine motorische Ungeschicklichkeit

·        Infekthäufung – Nebenhöhlenaffektionen

·        Vermehrte Schleimproduktion – vermehrter Speichelfluss

·        Augenbrennen

·        Allgemeine Ruhelosigkeit – innere Unruhe – Reizbarkeit

·        Leistungsknick im Beruf und bei Hobbies

 

 

Wegen ihrer relativen Häufigkeit bei umweltbedingten Erkrankungen sollten noch folgende Symptome beachtet werden:

 

·        Kalte Hände – kalte Füße

·        Bläuliche, blässliche oder rötliche Verfärbung der Hände oder Füße

·        Schwellungen im Bereich der Augenlider und des Gesichtes

·        Spannungsgefühl im Bereich der Arme und/oder der Beine

·        Zittern der Hände

·        Kribbelparaesthesien – Brennen im Bereich der Extremitäten

·        Hautjucken – vermehrtes Auftreten von Akne

·        Vermehrtes Schwitzen

·        Verwechseln von Worten – Silben usw.

·        Interessenverlust – soziale Rückzugstendenz

·        Schlafstörungen

·        Depressive Verstimmung

·        Ängste

·        Alkoholintoleranz

 

 

Bei allen Symptomen sollte immer nach einer

Besserung der Symptome im Urlaub, Verschlimmerung der Symptome nach Rückkehr in das häusliche Umfeld oder an den Arbeitsplatz

gefragt werden.

 

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